Gerüsttypen im Überblick.
Nicht jedes Gerüst passt zu jedem Projekt. Die Wahl des richtigen Typs spart Kosten, Zeit und sorgt für Sicherheit.
Welches Gerüst brauche ich?
Das am häufigsten verwendete Gerüst für Außenarbeiten. Modular aufgebaut aus Rahmen, Belägen und Diagonalstreben.
- Fassadensanierung & -anstrich
- Dachdecker- und Klempnerarbeiten
- Wärmedämmung (WDVS)
- Fenster- und Türeneinbau
- Schnell auf- und abbaubar
- Flexibel in Größe und Form
- Normgerecht nach DIN 4420
- Kosteneffizient für Standardarbeiten
- Nicht für alle Gebäudeformen geeignet
- Enge Grundstücke problematisch
Layher Allround, PERI UP, Hünnebeck Bosta
Dreidimensionales Gerüst für Innenarbeiten: Deckenmontagen, Hallensanierungen, Kirchenrestaurierungen.
- Deckensanierung & -anstrich
- Hallenbau und Industriebau
- Sakralbauten, Museen
- Trockenbau in großen Räumen
- Flexible Höhenverstellung
- Sehr tragfähig (bis 600 kg/m²)
- Einsatz ohne Wandbefestigung
- Teurer als Fassadengerüst
- Längere Aufbauzeit
Layher SpeedyScaf, PERI UP Flex
Gerüst ohne Bodenauflage — wird von oben abgehängt. Für Bereiche, die von unten nicht zugänglich sind.
- Brückeninspektion & -sanierung
- Hochhausfassaden
- Unterseiten von Vordächern
- Industrieanlagen (Tanks, Silos)
- Kein Platz am Boden nötig
- Für schwer zugängliche Bereiche
- Auch als Arbeitsbühne
- Nur von zertifizierten Spezialisten
- Teuerster Gerüsttyp
- Statische Berechnung nötig
Spezialanfertigungen, Thyssen Hängebot
Fahrbare Arbeitsbühne auf Rollen. Ideal für Arbeiten, die an vielen Stellen hintereinander ausgeführt werden.
- Malerarbeiten innen/außen
- Elektriker-, Heizungsarbeiten
- Lager- und Montagearbeiten
- Veranstaltungstechnik
- Sehr flexibel und mobil
- Günstig zu mieten
- Kein Auf-/Abbau nötig
- Max. 12 m Höhe
- Nicht für dauerhaften Einsatz
- Rollbremsen müssen gesichert sein
Günzburger Steigtechnik, Zarges, HAILO
Temporäre Stützstruktur für den Bau von Bögen, Brücken und Betondecken. Trägt Lasten während der Aushärtezeit.
- Brücken- und Gewölbebau
- Betonschalung bei Deckengüssen
- Tunnelbau
- Umbau tragender Strukturen
- Extrem hohe Tragfähigkeit
- Für Sonderkonstruktionen
- Spezialgerüst, nicht für Fassaden
- Statische Planung zwingend
- Teuer
PERI VARIOKIT, DOKA Staxo
Stahl vs. Aluminium.
| Eigenschaft | Stahl | Aluminium |
|---|---|---|
| Gewicht | Schwer (ca. 20 kg/m²) | Leicht (ca. 9 kg/m²) |
| Tragfähigkeit | Sehr hoch (bis 600 kg/m²) | Hoch (bis 300 kg/m²) |
| Korrosion | Verzinkt, rostanfällig bei Beschädigungen | Natürlich korrosionsbeständig |
| Kosten | Günstiger | 10–20 % teurer |
| Transport | Schwer, LKW meist nötig | Oft per Transporter möglich |
| Einsatz | Großbaustellen, Dauerbetrieb | Innenbereich, schnelle Projekte |
Gerüsttypen.
Welches Gerüst brauche ich für Dacharbeiten?
Für Dacharbeiten am Einfamilienhaus ist das Fassadengerüst (Systemgerüst) die Standardlösung. Es wird um das Gebäude aufgestellt und bietet Dachdecker und Zimmerleuten eine sichere Arbeitsfläche. Fragen Sie Ihren Gerüstbauer nach einem integrierten Dachfanggerüst.
Kann ich ein Gerüst selbst aufbauen?
Rollgerüste (bis 3 m) dürfen Privatpersonen selbst aufbauen, wenn die Herstellerhinweise eingehalten werden. Für Fassaden- und Dachgerüste empfehlen Experten immer einen Fachbetrieb — falsch aufgebaute Gerüste sind eine häufige Unfallursache.
Was ist der Unterschied zwischen Bock- und Rahmengerüst?
Ein Bockgerüst (einfaches Arbeitsgerüst für niedrige Höhen) besteht aus einzelnen Böcken mit Belag. Ein Rahmengerüst ist modular, deutlich stabiler und für Höhen über 3–4 m geeignet. Für Außenarbeiten an Gebäuden ist stets das Rahmen-/Systemgerüst Standard.
Wie lange dauert der Gerüstaufbau?
Ein Standard-Fassadengerüst für ein Einfamilienhaus wird in 4–8 Stunden aufgebaut. Komplexere Strukturen können 1–3 Tage dauern. Der Abbau ist meist etwas schneller.
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