Ratgeber · Typen

Gerüsttypen im Überblick.

Nicht jedes Gerüst passt zu jedem Projekt. Die Wahl des richtigen Typs spart Kosten, Zeit und sorgt für Sicherheit.

Die fünf wichtigsten

Welches Gerüst brauche ich?

Fassadengerüst (Systemgerüst)

Das am häufigsten verwendete Gerüst für Außenarbeiten. Modular aufgebaut aus Rahmen, Belägen und Diagonalstreben.

Typische Einsätze
  • Fassadensanierung & -anstrich
  • Dachdecker- und Klempnerarbeiten
  • Wärmedämmung (WDVS)
  • Fenster- und Türeneinbau
Vorteile
  • Schnell auf- und abbaubar
  • Flexibel in Größe und Form
  • Normgerecht nach DIN 4420
  • Kosteneffizient für Standardarbeiten
Nachteile
  • Nicht für alle Gebäudeformen geeignet
  • Enge Grundstücke problematisch
Kosten
€5–12/m² pro Monat
Bekannte Systeme

Layher Allround, PERI UP, Hünnebeck Bosta

Raumgerüst (Innengerüst)

Dreidimensionales Gerüst für Innenarbeiten: Deckenmontagen, Hallensanierungen, Kirchenrestaurierungen.

Typische Einsätze
  • Deckensanierung & -anstrich
  • Hallenbau und Industriebau
  • Sakralbauten, Museen
  • Trockenbau in großen Räumen
Vorteile
  • Flexible Höhenverstellung
  • Sehr tragfähig (bis 600 kg/m²)
  • Einsatz ohne Wandbefestigung
Nachteile
  • Teurer als Fassadengerüst
  • Längere Aufbauzeit
Kosten
€8–15/m² pro Monat
Bekannte Systeme

Layher SpeedyScaf, PERI UP Flex

Hängegerüst

Gerüst ohne Bodenauflage — wird von oben abgehängt. Für Bereiche, die von unten nicht zugänglich sind.

Typische Einsätze
  • Brückeninspektion & -sanierung
  • Hochhausfassaden
  • Unterseiten von Vordächern
  • Industrieanlagen (Tanks, Silos)
Vorteile
  • Kein Platz am Boden nötig
  • Für schwer zugängliche Bereiche
  • Auch als Arbeitsbühne
Nachteile
  • Nur von zertifizierten Spezialisten
  • Teuerster Gerüsttyp
  • Statische Berechnung nötig
Kosten
€15–30/m² pro Monat
Bekannte Systeme

Spezialanfertigungen, Thyssen Hängebot

Fahrgerüst (Rollgerüst)

Fahrbare Arbeitsbühne auf Rollen. Ideal für Arbeiten, die an vielen Stellen hintereinander ausgeführt werden.

Typische Einsätze
  • Malerarbeiten innen/außen
  • Elektriker-, Heizungsarbeiten
  • Lager- und Montagearbeiten
  • Veranstaltungstechnik
Vorteile
  • Sehr flexibel und mobil
  • Günstig zu mieten
  • Kein Auf-/Abbau nötig
Nachteile
  • Max. 12 m Höhe
  • Nicht für dauerhaften Einsatz
  • Rollbremsen müssen gesichert sein
Kosten
€60–200 / Woche (Miete)
Bekannte Systeme

Günzburger Steigtechnik, Zarges, HAILO

Traggerüst (Lehrgerüst)

Temporäre Stützstruktur für den Bau von Bögen, Brücken und Betondecken. Trägt Lasten während der Aushärtezeit.

Typische Einsätze
  • Brücken- und Gewölbebau
  • Betonschalung bei Deckengüssen
  • Tunnelbau
  • Umbau tragender Strukturen
Vorteile
  • Extrem hohe Tragfähigkeit
  • Für Sonderkonstruktionen
Nachteile
  • Spezialgerüst, nicht für Fassaden
  • Statische Planung zwingend
  • Teuer
Kosten
€12–25/m²
Bekannte Systeme

PERI VARIOKIT, DOKA Staxo

Materialvergleich

Stahl vs. Aluminium.

Eigenschaft Stahl Aluminium
Gewicht Schwer (ca. 20 kg/m²) Leicht (ca. 9 kg/m²)
Tragfähigkeit Sehr hoch (bis 600 kg/m²) Hoch (bis 300 kg/m²)
Korrosion Verzinkt, rostanfällig bei Beschädigungen Natürlich korrosionsbeständig
Kosten Günstiger 10–20 % teurer
Transport Schwer, LKW meist nötig Oft per Transporter möglich
Einsatz Großbaustellen, Dauerbetrieb Innenbereich, schnelle Projekte
FAQ

Gerüsttypen.

Welches Gerüst brauche ich für Dacharbeiten?

Für Dacharbeiten am Einfamilienhaus ist das Fassadengerüst (Systemgerüst) die Standardlösung. Es wird um das Gebäude aufgestellt und bietet Dachdecker und Zimmerleuten eine sichere Arbeitsfläche. Fragen Sie Ihren Gerüstbauer nach einem integrierten Dachfanggerüst.

Kann ich ein Gerüst selbst aufbauen?

Rollgerüste (bis 3 m) dürfen Privatpersonen selbst aufbauen, wenn die Herstellerhinweise eingehalten werden. Für Fassaden- und Dachgerüste empfehlen Experten immer einen Fachbetrieb — falsch aufgebaute Gerüste sind eine häufige Unfallursache.

Was ist der Unterschied zwischen Bock- und Rahmengerüst?

Ein Bockgerüst (einfaches Arbeitsgerüst für niedrige Höhen) besteht aus einzelnen Böcken mit Belag. Ein Rahmengerüst ist modular, deutlich stabiler und für Höhen über 3–4 m geeignet. Für Außenarbeiten an Gebäuden ist stets das Rahmen-/Systemgerüst Standard.

Wie lange dauert der Gerüstaufbau?

Ein Standard-Fassadengerüst für ein Einfamilienhaus wird in 4–8 Stunden aufgebaut. Komplexere Strukturen können 1–3 Tage dauern. Der Abbau ist meist etwas schneller.

Anfrage stellen

Den passenden Gerüstbauer finden.

Gerüstbauer aus Ihrer Region vergleichen — kostenlos, unverbindlich, direkt.

✓ Kostenlos & unverbindlich 📍 Regionale Fachbetriebe 📝 Anfrage in wenigen Schritten

Jetzt kostenloses Angebot anfordern

Beschreiben Sie Ihr Projekt und vergleichen Sie passende Angebote von Gerüstbau-Fachbetrieben in Ihrer Region.

🔒 Verschlüsselte Übertragung
🏗️ Passende Anbieter aus Ihrer Region
✉️ Unverbindliche Anfrage

1 Ihre Kontaktdaten

Bitte eine erreichbare Nummer angeben, damit Fachbetriebe bei Rückfragen reagieren können.

2 Projekt-Details

Je mehr Details, desto genauer die Angebote!

Ihre Anfrage wird verschlüsselt übermittelt

Wir nutzen Ihre Angaben, um Ihre Anfrage an passende Anbieter weiterzuleiten.

📍
Regionale
Suche
📝
Projekt
beschreiben
🏗️
Passende
Anbieter
🔒
Sicher
übermittelt
Kostenlos
& unverbindlich
Ihre Angaben werden verschlüsselt übertragen und für die Bearbeitung Ihrer Anfrage genutzt.

Unverbindlich • Ohne Registrierung • Für Ihr Projekt in wenigen Schritten